Harnleiterverengung

Die Ureterstriktur (Harnleiterverengung) bezeichnet eine fixierte, therapiebedürftige Verengung des Harnleiters, die zu einer Harntransportstörung mit konsekutivem Aufstau der betroffenen Niere führt. In aller Regel wird die Harnleiterstriktur im Rahmen der Abklärung einer symptomatischen oder asymptomatischen Harnstauungsniere diagnostiziert. Die an unserer Klinik angebotenen, verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben.

Ursache einer Harnleiterstriktur sind Prozesse, die zu einer intrinsischen oder extrinsischen Kompression des Ureters führen und damit den Urinabfluss behindern.

Ursachen der Ureterstriktur
intrinsischextrinsisch
Harnleiterklappen (Östling’sche Briden),
Narben nach endoluminalen Manipulationen wie URS, DJ, etc.,
Narben nach spontanen Steinabgängen,
Vorangegangenen operative Eingriffe wie Ureterneumplantation (Psoas Hitch)
retroperitoneale oder pelvine primäre Tumoren oder Metastasen,
retroperitoneale entzündliche Prozesse,
subpelvine Stenose bei kreuzenden Gefäßen,
pelvine oder retroperitoneale Chirurgie,
vorausgehende Strahlentherapie

Prof. Dr. med. Dr. h.c Axel Heidenreich

Prof. Dr. med. Dr. h.c Axel Heidenreich

Offene rekonstruktive Therapie

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Symptome

In der überwiegenden Mehrzahl der Patienten ist die Ureterstriktur asymptomatisch, da es sich um einen langsamen, chronischen Prozess handelt, der zu einer langsamen und nicht plötzlichen Behinderung des Harnabflusses führt. Im Vordergrund steht, wenn überhaupt, ein dumpfes Druckgefühl in der Flankenregion, gelegentlich Schüttefrost, leichtes Fieber bei infiziertem, aufgestautem Urin. Eine akute Schmerzsymptomatik im Sinne einer Nierenkolik tritt nur dann auf, wenn eine zusätzliche Blockade des Restlumens z. B. durch Konkremente, Blutkoagel auftritt.

In seltenen Fällen kann sich die Ureterobstruktion durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, etc. bemerkbar machen, wenn z. B. eine entzündliche Ursache wie in Morbus Ormond (idiopathische retroperitoneale Fibrose) vorliegt.

Nur in sehr fortgeschrittenen und beidseitigen Prozessen ist das Nierenversagen das erste Symptom, das zur Diagnose der Ureterstriktur führt.

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