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Männliche Inkontinenz
Wenn Sie unkontrollierten Harnverlust bemerken, sind Sie nicht allein. Männliche Inkontinenz kann verschiedene Ursachen haben und sich in unterschiedlichen Formen zeigen. Unser Ziel ist es, Sie umfassend zu informieren und individuell geeignete Behandlungsmöglichkeiten vorzustellen.
Die Ursachen männlicher Inkontinenz sind vielfältig:
- Radikale Prostatektomie bei Prostatakrebs
- Bestrahlung im Bereich der Prostata, Harnröhre oder Blase
- Prostatavergrößerung (Benigne Prostatahyperplasie)
- Nervenschäden durch Verletzungen oder Erkrankungen (z.B. Diabetes, Rückenmarksverletzungen)
- Harnröhren- oder Blasenfunktionsstörungen
Arten der männlichen Inkontinenz
- Belastungsinkontinenz
Bei der Belastungsinkontinenz tritt unkontrollierter Harnverlust auf. Dieser kann bei Bewegung, Lagewechsel oder sogar im Liegen auftreten. Sie entsteht häufig durch eine Beeinträchtigung des Schließmuskels oder Beckenbodenschwäche. - Dranginkontinenz
Hier verspüren Sie einen plötzlichen, starken Harndrang, verbunden mit einem unwillkürlichen Harnverlust. Diese Form kann durch eine überaktive Blase verursacht werden, die auf Bestrahlung, Nervenschäden oder Irritationen zurückzuführen ist. - Mischinkontinenz
In diesem Fall bestehen gleichzeitig Symptome von Belastungs- und Dranginkontinenz, was die Diagnostik und Therapie komplexer macht.
Weitere Informationen
Diagnostik
Zur genauen Abklärung Ihrer Beschwerden führen wir eine ausführliche Diagnostik durch:
- Anamnese und das Gespräch zu Ihren Beschwerden
- Körperliche Untersuchung inklusive Beckenbodenstatus
- Blasentagebuch
- 24h Pad-Test
- Ultraschalluntersuchungen
- Zystoskopie
- Urodynamische Untersuchung (Messung von Druck und Fluss in der Blase und Harnröhre)
- Mögliche bildgebende Verfahren
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Inkontinenz:
Konservative Therapieverfahren:
- Konservative Therapien: Beckenbodentraining (zertifizierte Physiotherapie), Verhaltenstherapie wie Blasentraining, Biofeedbacktherapie, Elektrostimulation
Operative Therapieverfahren:
- Suburethrale Schlinge: Hierbei wird eine spezielle Schlinge unterhalb der Harnröhre platziert, um den Schließmuskel bei Belastung zu unterstützen.
Diese Technik kann bei leichtgradiger Belastungsinkontinenz eingesetzt werden - Atoms Kissen: Ein implantierbares SoftImplantat wird unterhalb der Harnröhre implantiert und kann im postoperativ nachjustiert werde. Die Technik kann bei mittelgradiger Inkontinenz eingesetzt werden
- Artifizieller Schließmuskel: Eine wiederverwendbare, implantierbare Vorrichtung, die den Verschluss der Harnröhre wiederherstellt und über eine im Hodensack platzierte Pumpe, kann die Harnröhre bei Bedarf geöffnet werden.
Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung zu finden, um Ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern.